Die Schweiz hat im Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum erlebt. Sowohl wirtschaftliche Entwicklungen als auch Migration und steigende Lebenserwartung haben die demografische Struktur des Landes stark geprägt.
1. Historische Entwicklung seit 1900
| Jahr | Bevölkerung (ca.) | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| 1900 | 3,3 Mio. | – |
| 1910 | 3,6 Mio. | +9 % |
| 1920 | 3,9 Mio. | +8 % |
| 1930 | 4,1 Mio. | +5 % |
| 1940 | 4,3 Mio. | +5 % |
| 1950 | 4,7 Mio. | +9 % |
| 1960 | 5,3 Mio. | +13 % |
| 1970 | 6,0 Mio. | +13 % |
| 1980 | 6,3 Mio. | +5 % |
| 1990 | 6,8 Mio. | +8 % |
| 2000 | 7,2 Mio. | +6 % |
| 2010 | 7,9 Mio. | +10 % |
| 2020 | 8,6 Mio. | +9 % |
| 2025 | 8,8 Mio. | +2 % (geschätzt) |
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), historische Schätzungen.
2. Wachstumstrends
- 1900–1950:
- Relativ langsames, aber stetiges Wachstum.
- Faktoren: steigende Lebenserwartung, Geburtenüberschuss, leichte Zuwanderung.
- 1950–1970:
- „Babyboom“-Phase nach dem Zweiten Weltkrieg.
- Wirtschaftlicher Aufschwung lockte Arbeitskräfte aus Italien, Spanien und Jugoslawien.
- 1970–2000:
- Moderates Wachstum, stark geprägt von Zuwanderung und Urbanisierung.
- Geburtenrate leicht rückläufig, Bevölkerung wächst vor allem durch Migration.
- 2000–2025:
- Wachstum stabil, aber langsamer als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
- Migration aus EU-Ländern, steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenrate gleichen sich aus.
3. Hauptursachen des Bevölkerungswachstums
- Geburtenüberschuss:
- In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts war der Geburtenüberschuss der Hauptwachstumsfaktor.
- Migration:
- Besonders seit den 1950er Jahren entscheidend.
- Arbeitsmigration aus Südeuropa in den 1950er–1970er Jahren.
- Zuwanderung aus Osteuropa und Asylmigration ab den 1990er Jahren.
- Steigende Lebenserwartung:
- 1900: ca. 50 Jahre
- Heute: ca. 84 Jahre
- Längere Lebensdauer führt zu einer alternden, aber wachsenden Bevölkerung.
4. Demografische Folgen
- Alterung der Bevölkerung: Anteil der über 65-Jährigen steigt kontinuierlich.
- Urbanisierung: Mehr als 75 % der Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten oder Agglomerationen.
- Kulturelle Vielfalt: Ausländeranteil heute rund 25 %.
- Wirtschaftliche Auswirkungen: Höhere Nachfrage nach Wohnraum, Gesundheitsversorgung und Sozialleistungen.
5. Fazit
Das Bevölkerungswachstum der Schweiz seit 1900 zeigt drei zentrale Trends:
- Stetiger Anstieg von 3,3 Mio. auf ca. 8,8 Mio. Menschen.
- Früher vor allem durch Geburtenüberschuss, später zunehmend durch Migration.
- Folgen: alternde Bevölkerung, Urbanisierung und wachsende kulturelle Vielfalt.
Die Schweizer Bevölkerung wächst heute langsamer als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bleibt aber dank Migration und hoher Lebenserwartung stabil und dynamisch.
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