Einwohnerzahl der Schweiz: Wie schnell wächst die Bevölkerung 2026?

Die Schweiz wächst weiterhin. Ende 2025 lebten rund 9,13 Millionen Menschen in der ständigen Wohnbevölkerung des Landes. Damit hat die Schweiz die Marke von neun Millionen Einwohnern bereits deutlich überschritten. Gleichzeitig hat sich das Bevölkerungswachstum zuletzt verlangsamt.

Für das Jahr 2026 stellt sich deshalb vor allem die Frage: Wie schnell wächst die Schweizer Bevölkerung noch und welche Faktoren bestimmen die Entwicklung?

Für 2026 ist wichtig, zwischen dem aktuellen Kalenderjahr und dem zuletzt vollständig veröffentlichten Bevölkerungsstand zu unterscheiden: Das Bundesamt für Statistik weist für Ende 2025 definitiv 9,1271 Millionen Personen in der ständigen Wohnbevölkerung aus. Für 2026 liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch kein vollständiger Jahresendstand vor. (Bundesamt für Gesundheit)

Schweiz hat mehr als 9,1 Millionen Einwohner

Nach den definitiven Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) umfasste die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz am 31. Dezember 2025 insgesamt 9.127.100 Personen. Gegenüber Ende 2024 nahm die Bevölkerung um 76.100 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent zu.

Damit fiel das Wachstum geringer aus als in den beiden Vorjahren. 2024 hatte die Bevölkerung noch um rund 1,0 Prozent und 2023 um etwa 1,7 Prozent zugenommen.

Jahr Ständige Wohnbevölkerung Veränderung
2022 rund 8,8 Mio. deutliches Wachstum
2023 rund 9,0 Mio. +1,7 %
2024 rund 9,05 Mio. +1,0 %
2025 9,127 Mio. +0,8 %
2026 noch kein Jahresendstand noch nicht endgültig bekannt

Die Zahlen beziehen sich auf die ständige Wohnbevölkerung. Diese umfasst unter anderem Schweizer Staatsangehörige mit Hauptwohnsitz sowie ausländische Personen mit entsprechend langer Aufenthaltsdauer.

Wie stark wächst die Bevölkerung 2026?

Für das gesamte Jahr 2026 kann noch kein endgültiger Bevölkerungszuwachs angegeben werden, weil der Jahresendstand erst nach Abschluss und Auswertung der entsprechenden Statistik feststeht.

Als Ausgangspunkt dienen deshalb die neuesten definitiven Daten: Zwischen Ende 2024 und Ende 2025 wuchs die ständige Wohnbevölkerung um 76.100 Menschen beziehungsweise 0,8 Prozent.

Das bedeutet vereinfacht, dass die Schweiz 2025 durchschnittlich um rund 6.300 Personen pro Monat gewachsen ist. Eine solche Monatsrechnung ist allerdings nur eine Veranschaulichung, denn die Bevölkerungsentwicklung verläuft nicht jeden Monat gleich.

Migration ist der wichtigste Wachstumstreiber

Das Schweizer Bevölkerungswachstum wird derzeit vor allem durch internationale Migration bestimmt.

2025 betrug der internationale Wanderungssaldo der ständigen Wohnbevölkerung definitiv 70.400 Personen. Das bedeutet, dass deutlich mehr Menschen zu- als ausgewandert sind.

Rund 92 Prozent des gesamten Bevölkerungswachstums im Jahr 2025 waren laut BFS auf diesen Wanderungssaldo zurückzuführen. Nur etwa 8 Prozent entfielen auf den Geburtenüberschuss, also die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen.

Damit ist die Bevölkerungsentwicklung der Schweiz wesentlich stärker von Wanderungsbewegungen abhängig als vom natürlichen Bevölkerungswachstum.

Einwanderung geht leicht zurück

2025 wurden insgesamt rund 204.300 Einwanderungen registriert. Davon entfielen 181.300 auf ausländische Staatsangehörige und 23.000 auf Schweizer Staatsangehörige.

Gleichzeitig wurden rund 133.800 Auswanderungen registriert. Der Wanderungssaldo lag damit bei 70.400 Personen.

Bevölkerungsbewegung 2025 Personen
Einwanderungen 204.300
davon ausländische Staatsangehörige 181.300
davon Schweizer Staatsangehörige 23.000
Auswanderungen 133.800
Internationaler Wanderungssaldo 70.400
Bevölkerungswachstum insgesamt 76.100

Gegenüber 2024 gingen die Einwanderungen um 3,9 Prozent zurück, während die Auswanderungen um 3,1 Prozent zunahmen. Dadurch verringerte sich der Wanderungssaldo gegenüber dem Vorjahr um 14,9 Prozent.

Schweizer und ausländische Bevölkerung

Ende 2025 gehörten rund 6,599 Millionen Personen der Schweizer Staatsangehörigkeit zur ständigen Wohnbevölkerung. Rund 2,528 Millionen Personen besassen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Damit entfielen etwa 72 Prozent auf Schweizer Staatsangehörige und 28 Prozent auf ausländische Staatsangehörige.

Interessant ist die unterschiedliche Entwicklung: Die Zahl der Schweizer Staatsangehörigen in der ständigen Wohnbevölkerung nahm 2025 um rund 0,4 Prozent zu. Die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen stieg dagegen um etwa 1,9 Prozent.

Warum wächst die Schweiz trotz niedriger Geburtenzahlen?

Das natürliche Bevölkerungswachstum spielt inzwischen eine vergleichsweise kleine Rolle.

Die Geburtenhäufigkeit ist in der Schweiz zuletzt zurückgegangen. Gleichzeitig altert die Bevölkerung. 2025 war erstmals der Anteil der Personen ab 65 Jahren grösser als der Anteil der unter 20-Jährigen.

Das bedeutet: Ohne Zuwanderung würde das Bevölkerungswachstum deutlich schwächer ausfallen. Die internationale Migration gleicht einen grossen Teil der demografischen Veränderungen aus.

Bevölkerungsentwicklung bis 2035

Das BFS hat 2025 neue Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung veröffentlicht. Im Referenzszenario steigt die ständige Wohnbevölkerung von rund 9,11 Millionen Personen im Jahr 2025 auf etwa 9,75 Millionen im Jahr 2035.

Das entspricht einem Zuwachs von ungefähr 643.000 Menschen beziehungsweise rund 7 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Das durchschnittliche jährliche Wachstum würde dabei bei ungefähr 0,7 Prozent liegen.

Für die langfristige Entwicklung ist allerdings eine Verlangsamung des Wachstums vorgesehen. Das BFS geht unter anderem von einem sinkenden Geburtenüberschuss und langfristig rückläufigen Wanderungssalden aus.

Jahr Referenzszenario ständige Wohnbevölkerung
2025 ca. 9,11 Mio.
2035 ca. 9,75 Mio.
2045 ca. 10,16 Mio.
2055 ca. 10,47 Mio.

Diese Werte sind Szenarien und keine exakten Vorhersagen. Sie hängen insbesondere davon ab, wie sich Migration, Geburtenhäufigkeit und Lebenserwartung entwickeln.

Schweiz könnte langfristig auf mehr als 10 Millionen Einwohner wachsen

Nach dem BFS-Referenzszenario würde die ständige Wohnbevölkerung bereits in den 2040er-Jahren die Marke von zehn Millionen überschreiten. Für 2055 werden rund 10,47 Millionen Menschen erwartet.

Damit würde die Bevölkerung gegenüber 2025 um etwa 15 Prozent wachsen.

Gleichzeitig nimmt das Wachstumstempo ab. Von 2025 bis 2035 wird ein Plus von etwa 7 Prozent erwartet. Von 2035 bis 2045 wären es noch rund 4 Prozent und von 2045 bis 2055 lediglich rund 3 Prozent.

Was bedeutet das für 2026?

Für 2026 lässt sich aus den verfügbaren Daten vor allem ein Trend ableiten: Die Bevölkerung der Schweiz wächst weiter, aber langsamer als noch vor einigen Jahren.

Der Ausgangswert liegt bei 9,127 Millionen Menschen Ende 2025. Wenn sich die zuletzt beobachtete Entwicklung grundsätzlich fortsetzen würde, könnte die Bevölkerung auch 2026 weiter deutlich zunehmen. Ein konkreter Wert für Ende 2026 sollte jedoch erst anhand der offiziellen Jahresstatistik genannt werden.

Entscheidend ist dabei insbesondere die Migration. Ein höherer oder niedrigerer Wanderungssaldo kann die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung innerhalb eines Jahres erheblich verändern.

Bevölkerungswachstum und Alterung gleichzeitig

Das Schweizer Bevölkerungswachstum bedeutet nicht automatisch eine junge Bevölkerung. Im Gegenteil: Die Schweiz erlebt gleichzeitig eine deutliche demografische Alterung.

Dass Ende 2025 erstmals mehr Menschen ab 65 Jahren als unter 20 Jahren zur ständigen Wohnbevölkerung gehörten, zeigt diese Entwicklung deutlich. Für Rentensystem, Gesundheitswesen, Pflege, Arbeitsmarkt und Wohnungsbau gewinnt die Altersstruktur daher ebenso an Bedeutung wie die reine Einwohnerzahl.

Fazit: Die Schweiz wächst 2026 weiter

Die Schweiz hatte Ende 2025 9.127.100 Einwohner in der ständigen Wohnbevölkerung. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr betrug 0,8 Prozent beziehungsweise 76.100 Personen.

Der wichtigste Wachstumstreiber ist die internationale Migration. Rund 92 Prozent des Bevölkerungszuwachses 2025 gingen auf den positiven Wanderungssaldo zurück. Gleichzeitig schwächte sich das Wachstum gegenüber 2023 und 2024 ab.

Für 2026 liegt noch kein endgültiger Jahresendstand vor. Die langfristigen BFS-Szenarien zeigen jedoch, dass die Schweizer Bevölkerung bei den angenommenen Entwicklungen weiter wachsen könnte: Im Referenzszenario steigt sie von rund 9,11 Millionen 2025 auf 9,75 Millionen im Jahr 2035 und 10,47 Millionen im Jahr 2055.

Die Entwicklung der Einwohnerzahl hängt dabei vor allem von Migration, Geburten, Sterbefällen und der Alterung der Bevölkerung ab.

Quellen