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Reisen & Entdecken

Veredeltes Bauerngolf

Eignet sich für jedermann: Dank den vereinfachten Regeln kann Swingolf sofort gespielt werden. Der Schläger hat drei Seiten – eine für lange und eine für höhere Schläge, und eine fürs Einlochen.

von Florencia Figueroa

Nicht umsonst haftet dem Golfen der Geruch des Elitären an. Schliesslich konnte sich lange Zeit nur ein kleiner Teil der Bevölkerung diesen Sport leisten. Sowohl das Equipment als auch die Mitgliedschaft in einem Klub waren teuer. Doch die Zeiten, in denen das Golfen ein Freizeitvergnügen nur für Millionäre war, sind endgültig vorbei; insbesondere seit es Swingolf gibt. Bei dieser Sportart handelt es sich um eine Golfspielvariante, die preiswerter ist, weil man keine teure Ausrüstung braucht. Erfunden wurde Swingolf 1982 vom französischen Bauern Laurent de Vilmorin. Ziel des Spiels ist es, mit möglichst wenigen Schlägen die achtzehn Bahnen zu bewältigen. Ursprünglich spielte man Swingolf mit selbst geschnitzten Schlägern, mit denen man einen Ball auf einer ungemähten Wiese in Richtung Loch schlug. Damals hiess die Sportart aber noch Bauerngolf. Aus diesem Spiel entwickelte de Vilmorin Swingolf. Der Name leitet sich aus dem englischen Wort «Swing» ab, was so viel wie «der Schwung» bedeutet. Wie beim klassischen Golf sind auch beim Swingolf die Löcher jeweils mit einer Fahne gekennzeichnet. Swingolf gilt aber als rustikaler, weil der Rasen nicht fein geschnitten sein muss und der Boden uneben sein kann. Swingolf spielt man mit nur einem Schläger statt einem ganzen Schlägersatz. Der Schläger hat drei Seiten, eine für lange Schläge, eine für höhere Schläge und eine fürs Einlochen auf dem Grün. Unten am Schläger befindet sich ausserdem ein Loch, damit man sich nicht bücken muss, wenn man den Ball aufheben will. Man kann ihn stattdessen einfach mit dem Schläger aufheben, indem man den Ball in das Loch drückt. Auch der Ball ist anders: Er ist grösser und weicher und damit auch ungefährlicher. Die Regeln sind ähnlich wie beim Platzgolf, jedoch in vielerlei Hinsicht vereinfacht, weshalb ohne schwierige und lange Lernphasen sofort gespielt werden kann – zum Beispiel in Tschugg im Kanton Bern.

Preise

Erwachsene: Parcours inkl. Schläger und Ball Fr. 18.–, Parcours inkl. Schläger Fr. 16.–, Parcours Fr. 13.–, 10er-Abo (inkl. Schläger) Fr. 160.–, Saison-Abo (mit eigenem schläger) Fr. 250.–. Kinder: Parcours inkl. Schläger und Ball Fr. 13.–, Parcours inkl. Schläger Fr. 11.–, Parcours Fr. 8.–, 10er-Abo (inkl. Schläger) Fr. 110.–.

Öffnungszeiten

April bis Oktober, Dienstag bis Freitag ab 14 Uhr, Samstag und Sonntag ab 13 Uhr. Auf Anfrage können Gruppen sich auch für den Vormittag anmelden. Keine Reservationsmöglichkeit am Sonntagnachmittag.

Informationen

Swin-Golf Tschugg
Fam. Tribolet-Pferrer
Jörimätteli 13
3233 Tschugg BE
Tel. 032 338 72 75
www.swingolf.ch


 2234,    07  Mär  2016 ,   Reisen & Entdecken
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