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Reisen & Entdecken

Moderne Skulpturen stürmen traditionelles Ortsmuseum

121 Bilder und Objekte besitzt das Ortsmuseum der Gemeinde Vaz/Obervaz von Künstler Ferdinand Parpan. Der Ehrenbürger vermachte der Gemeinde vor seinem Tod im Jahr 2004 eine Sammlung seiner Werke. Um die Unterbringung der Gegenstände zu gewährleisten, wurde das Museum extra erweitert. Seit 2004 zeigt das Museum regelmässig eine Auswahl der Kunstwerke. Dieses Jahr wird zum ersten Mal die gesamte Sammlung unter dem Namen „Das Geschenk“ ausgestellt.

Der Künstler lebte während seines gesamten Lebens nie im Bündnerland, wo seine Vorfahren herkamen. In der Landschaft mit wenig fruchtbarem Boden und harten Bergen hätte er sich eingeengt gefühlt, gab er mal in einem Interview an. 1902 wurde er in Frankreich geboren und wuchs auch dort auf. Schon früh hatte sein Vater, der selber Bildhauer war, das Talent seines Sohnes entdeckt. Im Alter von 13 Jahren übte Parpan sich regelmässig bei zwei Meister-Graveuren im Keller. 1926 eröffnete er sein eigenes Studio. In den Jahren um 1930 konnte er seine Kunstwerke jedoch kaum verkaufen. 1936 fand die erste Ausstellung in Paris statt. Dies war der Auftakt seiner Karriere. Weitere Ausstellungen in diversen Kleinstädten Frankreichs folgten. Seine Kunstwerke fanden ihre Wege auch nach Los Angeles, Tokyo und New York. Parpan widmete sich vor allem der modernen Kunst. Seine Holzskulpturen sind meist einfarbig. Der Künstler stellte verschiedene Tiere und Personen in blockartigen Skulpturen dar.

Das Ortsmuseum ist jeweils am Dienstag und am Donnerstag und am letzten Sonntag im Monat von 13.30 bis 17.00 Uhr geöffnet.

 

von Simon Wyss


 1785,    27  Jun  2016 ,   Reisen & Entdecken
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