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Kultur & Feste

Tschäggät durch das Winterwunderland

Eine sehr traditionelle Form der Fasnacht stellt die sogenannte Tschäggättä im Walliser Lötschental dar.

Eine sehr traditionelle Form der Fasnacht stellt die sogenannte Tschäggättä im Walliser Lötschental dar. In den Nächten zwischen dem katholischen Feiertag Maria Lichtmesse und dem Dienstag vor Aschermittwoch ziehen die ledigen, jungen Männer in Gruppen oder auch alleine durch die Strassen. Kinder und Frauen haben sich ganz speziell in Acht zu nehmen, denn diesen wollen sie Furcht und Respekt einflössen. Mit Russ schwärzen sie die Gesichter der Kinder. Was früher oft zu Handgreiflichkeiten führte, wird heute in einer gesittet verlaufenden Tradition zelebriert.  

Gekleidet sind die Tschäggättä in umgestülpte Kleider. Das Futter wird meist nach aussen gekehrt. Darüber hängen Schaf- oder Ziegenfelle. Um die Füsse binden die Verkleideten oftmals Säcke, um nicht an den Schuhen erkannt zu werden. Die Handschuhe bestanden früher oft aus übrig gebliebenen Garnresten der örtlichen Webereien. „Triäm“ werden sie genannt. Die Kleidung soll so wild und furchterregend wie möglich aussehen. Im Mittelpunkt des Kostüms steht die Maske. Sie ist übergross und aus Arvenholz geschnitzt. Das Hinterhaupt wird mit einem Pelz überdeckt. Die legendären Larven werden entweder selber hergestellt oder können bei einem örtlichen Schnitzer bestellt werden. Der Tourismusverband des Lötschentals bietet sogar Kurse, in denen jeder seine eigene Larve fertigen darf.

von Simon Wyss


 1553,    06  Feb  2017 ,   Kultur & Feste
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