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Kultur & Feste

Eierlesen ist angesagt!

In vielen Gemeinden der Nordwestschweiz geht es am weissen Sonntag nicht nur um die Erstkommunion, sondern wirklich um etwas weisses. Denn dann steht Eierleset auf dem Programm. Wie der Brauch zelebriert wird, ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Während dem in einigen Orten aufwändig kostümierte Figuren eine wichtige Rolle spielen, wird der Brauch in anderen Orten mehr als Wettkampf dargestellt. Dabei treten zwei Gruppen gegen einander an. Die eine verkörpert den Winter, die andere den Frühling.

Nach dem Startschuss rennt pro Gruppe ein Läufer bis zum entferntesten Ei seiner Laufbahn und bringt es zurück zu seiner Startlinie. Von da wirft er das Ei einem Fänger zu, der es mit einem Korb aufzufangen versucht. Wenn das Ei zu Boden fällt oder zerbricht, muss der selbe Läufer die gesamte Strecke noch einmal zurück legen. Bei jedem zehnten Ei gilt es eine Spezialaufgabe zu lösen. Am Schluss gewinnt diejenige Gruppe, die mehr Eier schadenlos ans Ziel gebracht hat.
Dieser Brauch erinnert an ein Fruchtbarkeitsritual aus dem 12. Bis 13. Jahrhundert. Das Ei gilt als Symbol für naturerwachen. Eine andere Erklärung weist auf die Fastenzeit zurück. Da Eier als Fastenspeise verboten waren, gab es nach der Fastenzeit meist einen Überschuss.

 

 


 1591,    27  Jun  2016 ,   Kultur & Feste
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