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Kultur & Feste

Der heilige Joseph stärkt die Solidarität

Italienischer Brauch wird in Laufenburg gefeiert

Jetzt sind die Brote fertig gebacken und alle anderen Lebensmittel zubereitet. Es kann los gehen! Eigentlich gehört dieser Josefstag gar nicht zum schweizerischen Kulturgut. Trotzdem wird der Brauch ausgiebig gefeiert: Ursprünglich stammt die Tradition aus Sizilien. Zuwanderer aus der Stadt Leonforte brachten ihn einst mit sich. Zuerst wurde er nur im privaten Rahmen gefeiert. Vor 17 jahren wurde er schlussendlich offiziell in die Pfarreiarbeit eingebunden.


Am 19. März beginnen die Feierlichkeiten mit einer deutsch-italienischen Messe. Darauf wird der Altar gesegnet. Auch ein Feuerwerk darf nicht fehlen. Die anschliessende Nachtwache dauert bis in die frühen Morgenstunden.  Gebet und Gesang begleiten die Feier durch die Dunkelheit. Im Gottesdienst am Sonntag Morgen werden schliesslich die Gaben verteilt. Viele Familien wenden sich mit Fürbitten an den Heiligen und versprechen, einen Altar mit Lebensmitteln aufzubauen. Diese teilen sie anschliessend mit den Mitfeiernden.


Die Feier des Schutzpatrons dient in Laufenburg nicht nur einem karitativen Zweck. Er steht ganz im Zeichen des Austauschs und der Integration. Die Tradition trägt zur Stärkung der Solidarität bei.

von Simon Wyss

 


 1722,    27  Jun  2016 ,   Kultur & Feste
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